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Die 4 wichtigsten E-Commerce-Trends 2022

16. Nov 2021 05:00 | Conversion Rate steigern

Die Konsumgewohnheiten der Verbraucher haben sich in den Jahren 2020 und 2021 nicht zuletzt durch die globale Pandemie drastisch verändert. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, welche E-Commerce-Trends du im kommenden Jahr auf gar keinen Fall verpassen darfst, wenn du deine Kunden langfristig glücklich machen willst.

 

Diese Inhalte erwarten dich in diesem Blogartikel:

Shopping heute bedeutet E-Commerce

E-Commerce-Trend 1: Voice Search – Per Sprachsteuerung shoppen

E-Commerce-Trend 2: Visual Commerce – Produkte hautnah erleben

E-Commerce-Trend 3: Shopping Stream – In die eigene Produkt- und Markenwelt eintauchen
1:1-Personalisierung mit Unterhaltungsfaktor
Künstliche Intelligenz macht’s möglich

E-Commerce-Trend 4: Multichannel Sales – Kanalübergreifend informieren

Fazit: Setze auf die E-Commerce-Trends 2022 und sei einen Schritt voraus

 

Shopping heute bedeutet E-Commerce

Online Shopping ist inzwischen für Menschen aller Altersgruppen zum Mainstream geworden. Von Büchern über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln können wir uns fast alles nach Hause liefern lassen, oft sogar innerhalb weniger Stunden. Der E-Commerce hat mit seinen Direct-to-Consumer-Geschäftsmodellen Marken den Weg geebnet, direkt mit ihren Kunden in Kontakt treten zu können.

Und dennoch: Selbst Unternehmen, die den E-Commerce in ihrer DNA tragen, müssen unterschiedlichste E-Commerce-Trends im Blick behalten, um sicherzustellen, dass sie mit den Kundenanforderungen Schritt halten und nicht von der Konkurrenz abgehängt werden.

Wer sich regelmäßig mit unseren Blogbeiträgen beschäftigt oder sich durch unseren Newsletter up-to-date hält, dem werden die folgenden Themen nicht unbekannt vorkommen. Aber das macht eben Trendthemen aus: Jeder Händler wird sich 2022 mit ihnen beschäftigen müssen, denn sie feiern im Mainstream 2022 ihren endgültigen Durchbruch.

In den folgenden Abschnitten gehen wir deshalb auf die 4 wichtigsten E-Commerce-Trends 2022 ein.

E-Commerce-Trend 1: Voice Search – Per Sprachsteuerung shoppen

Sprachassistenten auf dem Telefon, in Smart-Home-Anwendungen oder im TV gibt es zwar schon lange. Die Technologien haben sich über die Jahre aber immer weiter verbessert. Die User Experience wurde so für Konsumenten immer komfortabler, so dass sie sich bei der Informationsgewinnung an die Voice Search gewöhnt haben. Auf diese Weise hat die Voice Search auch in den E-Commerce Einzug gehalten.

Online-Händler müssen sich deshalb des veränderten Suchverhaltens bewusstwerden, damit sie diesem bei künftigen Verkäufen gerecht werden können. In den kommenden Jahren werden sich immer mehr Nutzer mit dieser Technologie anfreunden und daran gewöhnen, Produkte per Voice Search zu shoppen. Produkte über Smart Speaker zu bestellen, wird Verbrauchern ein schnelleres, barrierefreies und komfortableres Einkaufserlebnis ermöglichen.

Aktuelle Statistiken gehen davon aus, dass der Markt für sprachgesteuerte Smart Speaker im Jahr 2022 etwa 4 Milliarden Dollar schwer sein wird.¹ Dieser Trend wird die E-Commerce-Landschaft also nachhaltig prägen.

Noch arbeitet die Technologie nicht perfekt: Faktoren wie beispielsweise Sprachen, Akzente oder kulturell unterschiedliche Nutzungsverhalten gestalten diese Herausforderung komplex. Doch schon in diesem frühen Stadium ist absehbar, dass 2022 das Jahr der Voice Search wird. Wer als E-Commerce-Händler seinen Kunden das Shoppingerlebnis nicht unnötig erschweren möchte, muss die Sprachtechnologie in seinen Auftritt integrieren.


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E-Commerce-Trend 2: Visual Commerce – Produkte hautnah erleben

Visual Commerce ist die nächste Generation des klassischen Packshots. Statt einfach nur Produktfotos zu verwenden, werden andere Arten von Inhalten wie User Generated Content, interaktive Inhalte und Videos sowie Augmented Reality in das Marketing einbezogen.

Kunden können sich immer noch schwer vorstellen, wie etwa ihre neue Couch in ihrem Wohnzimmer aussieht. Mit Augmented Reality (AR) müssen sie das auch nicht, sondern können ganz einfach per Smartphone, Tablet oder Laptop ein Live-Video erstellen, das um die Produkte ergänzt wird. Gleiches gilt z. B. für Wall Art, Bodenbeläge oder Bekleidung.

Augmented-Reality-Integrationen stellen insbesondere für kleine Händler eine kaum zu stemmende Investition dar. Deshalb haben wir hier kurz aufgelistet, wie du Visual Commerce auch mit geringen finanziellen Ressourcen umsetzen kannst:

  • Ändere die Bilder deiner Standardprodukte von JPG oder PNG auf ein WebP-Format, um dadurch die Qualität und Ladegeschwindigkeit zu verbessern.
  • Erstelle 360-Grad-Bilder oder -Videos von deinen meistverkauften Produkten.
  • Investiere in eine visuelle Suchfunktion, um Kunden die Möglichkeit zu geben, anhand von Bildern nach Produkten zu suchen.
  • Verwende von Nutzern generierte Inhalte auf den Produktdetailseiten, um die Conversion Rate zu erhöhen.
  • Erstellen visuelle Shopping-Anzeigen auf Pinterest, um Besucher auf deine Website zu leiten und den Umsatz zu steigern.
  • Nutze QR-Tags, um Offline- und Online-Inhalte miteinander zu verbinden.

E-Commerce-Trend 3: Shopping Stream – In die eigene Produkt- und Markenwelt eintauchen

Personalisierung ist mehr, als jeden Kunden auf der Website mit einem „Hallo, [Vorname]!“ zu begrüßen. Kunden erwarten eine individuelle Omnichannel Experience und das erfordert Personalisierung. Mit Machine Learning, intelligenten Website-Funktionen und Online-Tracking-Technologien ist das möglich.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte wirkt sich die Personalisierung des Marketings derart aus, dass 22 % der Verbraucher im Tausch gegen auf sie persönlich zugeschnittene Angebote bereit sind, sensible persönliche Daten zu teilen.² So erfragt etwa das Unternehmen Enfamil von werdenden Müttern das Datum des Geburtstermins, um während der Schwangerschaft personalisierte Informationen zu liefern.

Immer mehr Marken übernehmen diese Praxis, weil die Personalisierung das Einkaufserlebnis der Kunden erleichtert und die Markentreue verstärkt. Doch wo geht die Reise in 2022 hin und wie kannst du dich in Sachen Personalisierung von der Konkurrenz abheben?

1:1-Personalisierung mit Unterhaltungsfaktor

Um ein besonderes Highlight in Sachen Personalisierung zu setzen, kannst du jedem Kunden seinen individuellen Shopping Stream anbieten. In diesem personalisierten Bereich in deinem Online Shop erhalten deine Kunden nicht nur individualisierte Produktempfehlungen, passende Produktkombinationen oder Shopping-News. In Form von unterhaltsamen Inhalten werden ihnen außerdem die für sie relevantesten Marken präsentiert. Dabei wird der Shopping Stream sowohl in Bezug auf Layout und Design als auch inhaltlich, dynamisch und individuell ausgespielt. D. h. kein Stream gleicht dem anderen und ist somit so individuell wie der Kunde selbst.

Relevante Content-Vorschläge schaffen noch einen zusätzlichen Mehrwert. In Kombination mit den spielerischen Interaktionsmöglichkeiten sorgt der Shopping Stream für einen Service- und Unterhaltungsfaktor zugleich. Dadurch entsteht ein natürlicher Kundenbindungseffekt. Gleichzeitig können Shopbetreiber von einem höheren Customer Lifetime Value und einer gesteigerten Wiederkaufrate profitieren.

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt eines Beispiels für einen Shopping Stream mit personalisierten Inhalten - einer von 4 wichtigen E-Commerce Trends 2022.
Ausschnitt eines Beispiels für einen personalisierten Shopping Stream (Quelle: Screenshot von outletcity.com)

Künstliche Intelligenz macht’s möglich

Obwohl der Einsatz von künstlicher Intelligenz auf Basis von Machine Learning im E-Commerce nichts Neues ist, werden diese Technologien bisher meist nur für Empfehlungen und Produktsuchen verwendet.

Früher wurden Produktempfehlungen manuell ausgesprochen und waren fehleranfällig. Jetzt sind sie automatisiert und weitaus intelligenter, da mithilfe einer KI-Technologie Vorschläge auf der Grundlage der Suchhistorie, der Kaufhistorie, des Geschlechts oder der Demografie der Kunden gemacht werden können. Das war jedoch nur der Anfang.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning eignen sich hervorragend, um in Echtzeit die Erwartungen des Nutzers auf der Grundlage des vorherigen Klick- und Kaufverhaltens vorherzusagen. Entsprechend werden Anpassungen im Online Shop vorgenommen.

In der Praxis bedeutet das, dass zwei Nutzer jeweils unterschiedliche Versionen desselben Online Shops angeboten bekommen – nicht nur andere Produkte, sondern auch andere Inhalte.


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E-Commerce-Trend 4: Multichannel Sales – Kanalübergreifend informieren

Es ist vollkommen berechtigt, sich beim Verkauf der eigenen Produkte auf einen einzigen Kanal zu konzentrieren. Die Kunden wissen, wo sie suchen müssen, der Marketing Invest fragmentiert nicht.

Dies schränkt jedoch deine Chancen ein, mit anderen interessierten Kunden auf verschiedenen Kanälen in Kontakt zu treten. Statistiken von Sprout Social zeigen, dass etwa 75 % der Kunden einen Artikel gekauft haben, weil sie ihn mehrfach an verschiedenen Touchpoints gesehen haben.³

Eine Studie von Global Web Index bekräftigt die Wichtigkeit von sozialen Netzwerken beim Shoppen: 37 % der Befragten nutzen Social-Media-Kanäle, um sich über Produkte und Marken zu informieren und den Kauf im Online Shop abzuschließen.⁴

Die Ausweitung deiner Reichweite auf Social-Media-Plattformen, aber auch auf große Online-Handelsseiten wie Amazon, eBay und Etsy bringt dich direkt ins Herz deiner Zielgruppe.

 

Fällt dir noch ein weiterer E-Commerce-Trend ein, den Shopbetreiber 2022 keinesfalls verpassen sollten? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar und teile ihn mit uns!

Fazit: Setze auf die E-Commerce-Trends 2022 und sei einen Schritt voraus

Insgesamt zielen alle der genannten E-Commerce-Trends darauf ab, die User Experience auf verschiedenste Weise zu individualisieren. Lass dir das Potenzial der genannten Trends nicht entgehen und sei deiner Konkurrenz so einen Schritt voraus. Wenn das Thema Personalisierung dein Interesse geweckt hat, dann hast du in unserem virtuellen Bücherregal die Möglichkeit, dich dazu umfassend zu informieren. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Quellen: ¹ Research and Markets, ² Deloitte, ³ Sprout Social, ⁴ GWI

 

 

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Sarah Birk

Online Marketing Manager - Content & SEO

Sarah ist als Online Marketing Manager – Content & SEO bei epoq tätig und damit für den Content-Bereich zuständig. Ihr Tätigkeitsgebiet erstreckt sich von der Content-Planung über die -Konzeption bis hin zur -Analyse und -Optimierung der verschiedenen Content-Formate unter Berücksichtigung wichtiger SEO-Aspekte.

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